Mit Schneeschuhen auf den Regenspitz

Der Regenspitz, einer der beliebtesten Wanderberge der Osterhorngruppe kann auch im Winter bezwungen werden. Schnallt euch die Schneeschuhe an und kommt mit in die weiรŸe Wildnis. Ihr seid lieber mit Tourenski unterwegs? Kein Problem, der Aufstieg ist derselbe.


โญ Tief verschneite Landschaft, soweit das Auge reicht
โญ Perfekte Aussicht ab der Feichtensteinalm bis nach oben
โญ Ein wunderschรถner Aufstieg am Grat entlang
โญ Ein echtes Gipfelgfรผhl nach einem anstrengenden Aufstieg
โญ Die sonnige Feichtensteinalm
โญ Wasserwunder Tiefenbach


Der Regenspitz ist ein 1.675 Meter hoher Gipfel der Osterhorngruppe nahe dem Ort Hintersee in der Fuschlseeregion im Salzburger Flachgau. Neben den direkt am Fuschlsee liegenden Gemeinden Hof bei Salzburg und Fuschl am See zรคhlen auch Faistenau, Hintersee, Ebenau und Koppl zur Fuschlseeregion. Sie zรคhlt รผbrigens zur Tourismusregion Salzkammergut und stellt deren westlichsten Auslรคufer dar, der bis an die Tore der Stadt Salzburg heran reicht. Die Region bietet sehr viele Orte fรผr Naturerlebnisse und zur Erholung. In meinem Blog stelle ich immer wieder welche davon vor.

Im Gegensatz zum Zwรถlferhorn finden wir am Regenspitz keine prรคparierten Pisten und Abfahrten. Bleibt mehr Platz fรผr Natur und Idylle. Aber trotzdem ist dieser Berg bei Skitourengehern sehr beliebt und an schรถnen Wochenenden ist auch hier sehr viel los. Die Tour ist etwas lรคnger und anspruchsvoller als jene auf das Zwรถlferhorn.


Winterwanderung auf das Zwรถlferhorn

Das Zwรถlferhorn, ein Berg mit erstaunlichem Potential: Nicht zu hoch und somit fรผr viele erklimmbar, bietet ein engmaschiges Netz aus Wanderwegen zahlreiche Mรถglichkeiten fรผr Erholungssuchende, im Sommer wie im Winter. Sein sanfterโ€ฆ


Achtung: Wir bewegen uns im ungesicherten, teils steilen Gelรคnde, die Lawinengefahr gilt es deshalb unbedingt zu beachten!
๐Ÿ’ก Die aktuelle Lawinensituation fรผr das gesamte Salzburger Land findest du auf Lawine Salzburg.

Wir starten am groรŸen Wanderparkplatz Ladenbach in Hintersee. Der Parkplatz mag zwar groรŸ sein, doch der Andrang an schรถnen Wochenenden ist meist noch viel grรถรŸer. Mehr dazu unten bei den Infos.

Gleich zu Beginn gibt es zwei Mรถglichkeiten wie ihr in die Tour einsteigen kรถnnt: Entweder รผber den Wasserwunderweg am Tiefenbach entlang, oder รผber den schmalen Karrenweg am Satzstein vorbei, der gleichzeitig das letzte Stรผck der Schiabfahrt darstellt. Ich empfehle den Weg am Bach entlang, mit etwas Glรผck sind sogar die vielen kleinen Wasserfรคlle vereist.

Oberhalb des Wasserwunderweges treffen beide Routen wieder aufeinander. Kurz darauf gelangen wir zu einer Wegkreuzung mit verwirrend vielen Wegweisern. Wir halten uns links Richtung Feichtensteinalm, รผberqueren den Tiefenbach und erreichen nach einigen Minuten gemรผtlichen Dahinstapfens die Untertiefenbachalm. Hier zeigt er sich uns zum ersten Mal, der Regenspitz. Er wendet uns seine steile, schattige Nordseite zu. Noch ist es ein weiter Weg.

Winter auf der Untertiefenbachalm am Weg zur Feichtensteinalm in Hintersee
Untertiefenbachalm
Blick auf den verschneiten Regenspitz von der Untertiefenbachalm am Weg zur Feichtensteinalm in Hintersee
Die kalte Nordseite des Regenspitzes, dessen tatsรคchliche Steilheit am Foto nicht gut zu erkennen ist

Von nun an geht es auf der ForststraรŸe steil hinauf durch den Wald. Nach einigen Serpentinen und etwa 250 Hรถhenmetern erreichen wir die sonnige Feichtensteinalm. Hier erรถffnet sich erstmals das grandiose Bergpanorama, das uns von nun an begleiten wird. Die Alm lรคdt geradezu ein zu einer ersten kleinen Pause im Schutz der Almhรผtte (die zu dieser Jahreszeit nicht bewirtschaftet ist). Und wer der Meinung ist, dass er jetzt schon genug hat, kann sich an dieser Stelle ebenfalls รผber sein schรถnes Ziel freuen und gemรผtlich den Rรผckweg antreten.

verschneite Landschaft auf der Feichtensteinalm in Hintersee
kurz vor der Feichtensteinalm
Blick von der Feichtensteinalm auf den Schmittenstein
Blick von der Feichtensteinalm auf den Schmittenstein (im Hintergrund), davor Bergkรถpfl (links) und Sattelkรถpfl (rechts)

Ab hier lassen wir unser Ziel nicht mehr aus den Augen. Trotzdem ist es noch ein weiter Weg, der sich den ganzen Grat entlang bis zum Gipfelkreuz zieht. Es ist auch ein spektakulรคrer Weg: links geht es annรคhernd senkrecht hinunter zur Gruberalm, rechts ebenfalls sehr steiler Hangwald, dazwischen unser Weg. Anfangs gemรผtlich, zum Schluss immer steiler, erreichen wir nach circa drei Stunden den Gipfel auf 1.675 Meter.

Der Regenspitz vom Gratweg aus
Immer am Grat entlang verlรคuft der Weg

Fรผr diesen Ausblick hat sich die Mรผhe auf jeden Fall gelohnt, weiรŸe Gipfel rundherum soweit das Auge reicht. Wenn es Wind und Wetter zulassen kann man das Panorama bei einer Gipfeljause genieรŸen. Oft ist man aber froh, wenn man den zugigen Gipfelbereich rasch wieder verlassen kann.

Blick vom Gipfel des Regenspitzes nach Sรผdosten mit Gruberhorn und Gennerhorn, sowie dem Dachstein im Hintergrund
Ausblick vom Gipfel nach Sรผdosten mit Gruberhorn (Mitte) und Gennerhorn (links), sowie dem Dachstein im Hintergrund
Blick vom Gipfel des Regenspitzes nach Westen mit Schmittenstein und Schlenken, sowie dem Untersberg im Hintergrund
Ausblick vom Gipfel nach Westen mit Schmittenstein und Schlenken (links dahinter), sowie dem Untersberg im Hintergrund

Fรผr uns Schneeschuhwanderer geht es auf dem selben Weg wieder zurรผck, die Tourenskifahrer nehmen hingegen die Abfahrt รผber das steile Gelรคnde hinunter zur Bergalm. Hab ich schon erwรคhnt, dass der Regenspitz fรผr Skitouren-Anfรคnger nicht unbedingt geeignet ist?

Was fรผr ein Erlebnis! Wer eine anspruchsvolle Schneeschuhtour mit toller Aussicht sucht, der wird am Regenspitz fรผndig werden.


In Hof bei Salzburg der Beschilderung nach Faistenau/Hintersee folgen und in Hintersee vor der Kirche rechts abbiegen. Der StraรŸe bis zum Parkplatz am Waldrand folgen.
Adresse fรผr Navi: Parkplatz Ladenbach, Lรคmmerbach 25-35, 5324 Hintersee
Plus Code: P75M+3X Hintersee
Koordinaten: 47.7079, 13.2845

Gebรผhrenpflichtiger Wanderparkplatz Ladenbach
Obwohl der Parkplatz erst vor wenigen Jahren deutlich vergrรถรŸert wurde, kann es an schรถnen Wochenenden zu Engpรคssen kommen! Dann lรคsst sich mit etwas Glรผck noch ein Parkplatz im Dorfzentrum ergattern mit ca. 10 Minuten Gehzeit bis zum Ausgangspunkt.

Die nรคchste Bushaltestelle („Hintersee Ortsmitte“) ist etwa 10 Minuten FuรŸweg entfernt. Busse verkehren stรผndlich von/nach Salzburg Hauptbahnhof via Faistenau.

Genaue Fahrzeiten finden sich auf der Webseite des SVV.

Weglรคnge: 11,2 km (insgesamt)
reine Gehzeit: ca. 3:30 Std. im Aufstieg und 2:30 Std. im Abstieg, macht in Summe ca. 6:00 Stunden und hรคngt natรผrlich auch von der Schneehรถhe ab
Hรถhenunterschied: ca. 900 m
Hรถchster Punkt: Regenspitzgipfel (1.675 m)
Tiefster Punkt: Parkplatz Ladenbach (ca. 770 m)
Wegbeschaffenheit: Wanderung auf schneebedeckten ForststraรŸen, Almwiesen, sowie Steigen
Schwierigkeit nach SAC Wanderskala: WT4 – Schneeschuhtour (bis Feichtensteinalm nur WT2)
Lawinengefahr: ist unbedingt zu beachten! AuรŸerdem kann es am Gratweg zu starken Wechtenbildungen kommen. Grundkenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation sind unbedingt notwendig.
ausgesetzte Stellen: nein
Familientauglichkeit: nicht geeignet
Barrierefreiheit: nein
Empfohlene Ausrรผstung: Schneeschuhe + Stรถcke, Knรถchelhohe Winterwanderschuhe, Tourenskihose, Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, Reservekleidung, Trinkflasche, heiรŸer Tee, Jause

Im Winter keine Einkehrmรถglichkeit unterwegs, im Ort Hintersee gibt es zwei Gasthรคuser.


Blick vom Gipfel des Regenspitzes auf das Gruberhorn
Der รœbergang zum Gruberhorn ist im Sommer eine sehr schรถne Tour, bei Schnee jedoch viel zu riskant.


Blick auf Regenspitz von der Feichtensteinalm aus
Blick auf das Ziel von der Feichtensteinalm aus
Spuren vonTourenschier im Schnee auf der Untertiefenbachalm am Weg zur Feichtensteinalm in Hintersee

Bitte beachte:
Alle Angaben und Beschreibungen in diesem Artikel spiegeln meine persรถnlichen Eindrรผcke und Erfahrungen wider und erfolgen daher ohne Gewรคhr auf Richtigkeit bzw. Aktualitรคt. Gelรคnde und Natur sind stรคndigen Verรคnderungen unterworfen. Wege kรถnnten aus diesem Grund nicht mehr passierbar, gesperrt oder anderweitig verรคndert sein. Auch das Wetter kann groรŸen Einfluss auf den Charakter eines Weges haben. Eine sorgfรคltige Tourenplanung ist fรผr das Wandern in der Natur – speziell im Gebirge – deshalb unerlรคsslich.


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