Winterwunderland am Thalgauberg – Erlebe die Natur im Salzburger Flachgau

In diesem Beitrag erwarten dich Impressionen vom tiefwinterlichen Thalgauberg. Beim Wasenmoos tauchen wir ein in die schneebedeckte Landschaft und wandern an einem idyllischen Bach entlang durch die frostige Natur. Begleite mich auf einem kleinen Winterspaziergang!


Strahlender Sonnenschein, der Schnee glitzert. Es ist wieder einmal an der Zeit für ein winterliches Naturerlebnis. Heute geht es auf den Thalgauberg. Regional bekannt ist dieser Flyschberg, der nur ein Teil des viel weitläufigeren Kolomansberges ist, vor allem für eine Sache: Seine Wintersportmöglichkeiten.

Da haben wir zum Einen den Skilift Thalgauberg, an dem ich selbst als Kind das Skifahren erlernt habe. Ziemlich lange ist das mittlerweile her. 😉 Aufgrund der schneearmen Winter der letzten Jahre ist der Lift – es handelt sich um einen Schlepplift mit etwa einen Kilometer langer Piste – heutzutage nur noch sehr sporadisch in Betrieb. Ob gerade geöffnet ist, kannst du auf der Webseite des Union Sportvereins Thalgau nachlesen.

Zum anderen wird hier am Thalgauberg der Langlauf sehr groß geschrieben. Alljährlich im Winter wird im Naturschutzgebiet Wasenmoos – einem Hochmoor – eine der beliebtesten Loipen im gesamten Salzburger Flachgau angelegt. Sowohl im Skating- als auch im klassischen Stil kann man hier durch wunderschöne landschaftliche Kulisse gleiten und wird obendrein noch mit Ausblick auf die Nordalpen verwöhnt. Infos zum Langlaufen am Thalgauberg inklusive aktuellem Loipenbericht gibt es hier.

Heute bin ich jedoch nicht für den Wintersport auf den Thalgauberg gekommen, sondern um in die tiefwinterliche Landschaft einzutauchen und dieses besondere Naturerlebnis für dich fotografisch festzuhalten. Lass uns also gleich loslegen!

verschneite Nadelbäume am Thalgauberg
Winterwunderland am Thalgauberg

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Startpunkt ist der große, kostenlose Parkplatz am Skilift und dem Einstieg zur Langlaufloipe. Man kann allerdings nicht behaupten, dass wir die Loipe mit ihren zahlreichen Langläufern hinter uns lassen werden. Vielmehr werden wir uns mal mehr, mal weniger weit abseits dieser bewegen.



Wir folgen für’s Erste einfach der Wasenmoosstraße, über die wir angereist sind, weiter. Nachdem wir ein Wohngebäude passiert haben, taucht die Straße in Wald ein und quert alsbald den Fischbach. Dieser kleinen Bach wird heute für richtig viele Fotomotive sorgen.

Meine besten Motive vom Fischbach:

Die Wasenmoosstraße wird im Winter normalerweise geräumt, aber nicht gestreut. Sie ist somit gleichermaßen für Kinderwägen, wie für das Ziehen von Schlitten geeignet. Die schönsten Naturerlebnisse bieten sich gleich links und rechts der Straße im Wald oder am Bach.

Frostige Natur am Wegesrand:

Und so wandern wir auf dieser Straße weiter, mit den Langläufern immer zu unserer Linken, bis wir ein altes Forsthaus erreichen. Hier macht die Straße eine Linkskurve und steigt an zum oben erwähnten Bauernhof, von wo man auch auf die Große Plaike (1.034 m) und zum aussichtsreichen Steinwandl weiterwandern könnte.

Impressionen von der Wasenmoosstraße:

Heute wandere ich aber nur ein kurzes Stück die sonnige Straße hinauf, weil sich von diesem Wegabschnitt eine tolle Aussicht auf die Nordalpen im Süden bietet. Gewärmt von den Sonnenstrahlen geht es bald wieder zurück zum Forsthaus.

Wärmende Sonnenstrahlen und Weitblick am Ende der Wasenmoosstraße:

Nun will ich aber dem Fischbach noch ein Stück flussaufwärts zum „Luchsgraben“ folgen und wandere entlang dem Forstweg links in den Wald hinein. Diese ist natürlich nicht mehr geräumt, dafür ist das Wintererlebnis um so idyllischer. Nach einer Brücke erreiche ich eine Forstwegekreuzung und gleich darauf ein Marterl. Hier ist dann Schluss. Das angebrachte Verbotsschild „Befristetes Forstliches Sperrgebiet“ ist rechtlich gesehen zwar nicht bindend, weil darauf zwingend eine Frist anzugeben ist, von wann bis wann diese Sperre gilt, doch befindet sich dort hinten eine Wildtierfütterung. Der verantwortungsbewusste Naturliebhaber macht an dieser Stelle also kehrt, erst recht, wenn er mit Hund unterwegs ist.

Unterwegs Richtung Luchsgraben:

Zurück geht es wieder auf der Wasenmoosstraße zum Parkplatz. Die Wintersonne steht nun schon recht tief und zaubert wunderbare Licht-Schatten-Spiele in die schneebedeckte Landschaft.

Licht-Schatten-Spiele im Wasenmoos:

Ein herrliches Wintererlebnis für die ganze Familie bietet das Wasenmoos am Thalgauberg.

Unterhalb des Infoblocks gibt es noch weitere Impressionen.


Weglänge: ca. 4 km (hin & retour)
reine Gehzeit: ca. 1 Stunde (insgesamt)
Höhenunterschied: ca. 20 Meter
Wegbeschaffenheit: Wanderung auf Forstwegen
Schwierigkeit nach SAC Wanderskala: T1
Trittsicherheit erforderlich: nein
ausgesetzte Stellen: nein
Familientauglichkeit: sehr gut geeignet
Kinderwagen: sehr gut geeignet (außer wenn die Straße nicht geräumt ist)
Koordinaten des Startpunktes: 47.867026 13.253737

Die Jausenstation „Zur Einkehr Wasenmoos“ direkt am Ausgangspunkt hat im Winter nur Montag & Freitag ab dem späten Nachmittag geöffnet.



Von Thalgau (Ortsteil Unterdorf) auf der Kolomanstraße auf den Thalgauberg fahren. „Thalgau-Berg“ ist bereits ab der Abzweigung von der Hauptstraße (L103) ausgeschildert. Achte auf grüne Wegweiser mit weißer Schrift.

Großer, kostenloser Parkplatz direkt vor Ort

Der Thalgauberg ist theoretisch mit Regionalbussen der Linie 148 erreichbar. Dabei handelt es sich jedoch um eine typische Schulbus-Linie, die auch nur Montag bis Freitag einmal in der Früh und dann noch dreimal zu Mittag bzw. am Nachmittag zwischen der Schule in Thalgau und dem Thalgauberg verkehrt. Die Bushaltestelle „Thalgauberg Mooswirt“ befindet sich direkt am Ausgangspunkt.



Bitte beachte:
Alle Angaben und Beschreibungen in diesem Artikel spiegeln meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen wider und erfolgen daher ohne Gewähr auf Richtigkeit bzw. Aktualität. Gelände und Natur sind ständigen Veränderungen unterworfen. Wege könnten aus diesem Grund nicht mehr passierbar, gesperrt oder anderweitig verändert sein. Auch das Wetter kann großen Einfluss auf den Charakter eines Weges haben. Eine sorgfältige Tourenplanung ist für das Wandern in der Natur – speziell im Gebirge – deshalb unerlässlich.


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