Der Buchberg im Herzen des Salzburger Seenlandes ist ein beliebtes Wandergebiet. Die gemütliche Tour auf dem Sagenweg richtet sich vor allem an Familien mit Kindern. Erwachsene werden auf dem idyllischen Waldweg aber ebenso auf ihre Kosten kommen. Wirklich sehenswert ist der Buchberg im Herbst, wenn die Buchenwälder die Landschaft in die prächtigsten Farben tauchen. Aber überzeuge dich gerne selbst…
Die Luft ist kalt und feucht. Es riecht nach vermodertem Holz. Der Himmel zeigt sich bedeckt, nur hin und wieder blinzelt die Sonne durch die kaum unterbrochene Wolkendecke. Der Parkplatz nahe der Siedlung Voglhütte befindet sich mitten im Wald. Hier startet der „Sagenweg“ auf den Buchberg.
Vorweg ein kleiner Tipp: Viele Fotos in diesem Beitrag sind im Hochformat. Wenn du das hier am PC oder Laptop betrachtest, empfehle ich mit der F11-Taste den Browser in den Vollbildmodus zu schalten, damit die Fotos auch richtig wirken und die Herbststimmung besser bei dir ankommt.
Alle Wege auf den Buchberg sind Themenwege. Am Sagenweg sind in regelmäßigen Abständen Tafeln mit Geschichten aufgestellt. Verfasst wurden diese von Kindern für Kinder, weshalb sich dieser Weg für Familien besonders gut eignet.

Herbststimmung am Buchberg
Doch mir geht es heute um gänzlich anderes: Es ist Herbst und der Wald leuchtet. Der Name „Buchberg“ kommt nicht von ungefähr. Die Rotbuche ist die dominante Baumart. Und sie bildet eine besonders beeindruckende Herbstfärbung, die von hellgelb bis hin zu rotbraun reicht. Vor einigen Jahren habe ich in einem Beitrag die Herbstfärbung unserer heimischen Bäume ausführlich thematisiert. Schau bei Interesse gerne dort nach.

Vergesellschaftet sind die Buchen am Buchberg mit Tanne und Fichte. Es handelt sich also um einen Buchen-Fichten-Tannenwald, wie er für diese Höhenlage in Mitteleuropa typisch ist. Nun, Tanne und Fichte verfärben sich im Herbst bekanntlich nicht. Doch gerade der Kontrast aus dem dunklen Grün der Nadelbäume und den leuchtenden Farben der Laubbäume macht hier den Reiz aus. Neben Buchen finden sich auch Bergahorn und andere Laubbaumarten, die zum Farbspektakel beitragen.







Am Sagenweg auf den Buchberg
Am Sagenweg kommt man nicht ins Schwitzen. Das ist nicht den kühlen Temperaturen geschuldet, sondern der sehr angenehmen, gemächlichen Steigung. Wirklich steil wird dieser Weg, der immer am Rücken des Buchberges von Nord nach Süd verläuft, nie. Die Beschilderung ist durchgängig, eine Wegbeschreibung erspare ich mir somit. Nach etwa der Hälfte des Weges gelangst du an eine größere Lichtung, auf der sich eine abgezäunte Ziegenweide befindet. Hier bitte links halten. Das ist aber auch die einzige Stelle, wo ich eine Beschilderung vermisse.
Der Sagenweg endet dort, wo auch der Wald endet. Hier, an der Wallmisch-Kapelle, die manchmal auch als Hofbauer-Kapelle bezeichnet wird, befindet sich der beste Aussichtspunkt des Buchberges. Der Blick wandert vom Tannberg im Osten, bis zum Lattengebirge im Südwesten. Eine Panoramatafel hilft dem geografischen Wissen auf die Sprünge. Der Ausblick ist heute wetterbedingt nicht besonders, aber auch nicht so wichtig für mich.




Am Gipfelrundweg auf den Buchberggipfel (801 m ü.A.)
Hier schließt sich nun der Gipfelrundweg an. Ich begehe ihn heute im Uhrzeigersinn, folge also dem breiten Spazierweg am Waldrand entlang. Auch eine Einkehr im Gasthof Alpenblick, der sich gleich in der kleinen Siedlung unterhalb befindet, würde sich anbieten. Nach einem kurzen Stück durch Wald gelange ich auf eine Lichtung unterhalb des Gipfelbereichs. Hier befindet sich ein Spielplatz und eine Aussichtsplattform. Wobei man den Wortteil „Aussicht“ mittlerweile getrost streichen kann. Man sieht vor allem eines: Bäume, sowie einen winzigen Ausschnitt des Obertrumersees im Westen.




Dann geht es die letzten paar Meter hinauf zum bewaldeten Gipfel auf 801 Meter Meereshöhe. Der Gipfel ist übrigens ein Energieplatz, in dessen Zentrum eine Buche genau am höchsten Punkt steht. Auf der anderen Seite führt der Weg wieder hinunter zur Wallmisch-Kapelle.




Der Abstieg: gleicher Weg, neue Perspektiven
Der Rückweg ist nun ja bereits bekannt. Dennoch tun sich im Abstieg immer wieder neue Perspektiven auf. Auch die Sonne verschafft sich immer mehr Raum und zeigt sich nun öfter und kräftiger, die Wolken beginnen zu zerreißen und geben den blauen Hintergrund frei.





Nach etwa zwei Stunden erreiche ich den Parkplatz. Ich bin bewusst langsam gewandert, und habe diese fantastische Herbststimmung in mich aufgesaugt. Mehr als 200 Fotos sind im Kasten. Kein Wunder bei dieser schier unendlichen Zahl an Motiven.





Fazit:
Der Buchberg ist vor allem im Herbst ein wunderbares Wandergebiet. Vom Sagenweg, meiner Meinung nach der schönste Weg auf den kleinen Berg, werden nicht nur Familien begeistert sein.
Weitere herbstliche Impressionen findest du unterhalb des Infoblockes!
Tourdaten:
Weglänge: ca. 3 km
reine Gehzeit: ca. 1 Stunde
Höhenunterschied: ca. 150 Meter
Wegbeschaffenheit: Wanderung auf Wald- und Spazierwegen
Schwierigkeit nach SAC Wanderskala: T1 – Wandern
Trittsicherheit erforderlich: nein
ausgesetzte Stellen: nein
Familientauglichkeit: hervorragend geeignet für Kinder, am Gipfelrundweg gibt es sogar einen Spielplatz
Kinderwagen: nicht geeignet
Koordinaten des Startpunktes: 47.962861 13.115003

Klicke auf die Karte, um zur Tourenbeschreibung auf outdooractive inkl. Track zum downloaden und nachwandern zu gelangen.
Einkehrmöglichkeiten:
Das Wia z’Haus Alpenblick befindet sich gleich in der kleinen Siedlung unterhalb der Wallmisch-Kapelle. Geöffnet ist ab 11 Uhr, Montag, Dienstag und Donnerstag sind Ruhetage, Öffnungszeiten können wetterbedingt variieren.
Anreise:
mit dem Auto:
Von Mattsee auf der Köstendorfer Landesstraße Richtung Neumarkt am Wallersee fahren, nach der Steigung durch den Wald bald rechts abbiegen (Beschilderung „Naturpark Buchberg“). Danach gleich wieder rechts abbiegen (Beschilderung „Berggasthof Alpenblick“) und der schmalen Straße bergauf folgen. An einer Kreuzung in der Siedlung „Vogelhütte“ links halten. Im Wald zweigt alsbald eine Forststraße nach rechts ab. Hier befindet sich der ausgeschilderte Parkplatz Vogelhütte.
Parken:
Kostenloser Wanderparkplatz Vogelhütte direkt am Ausgangspunkt.
mit Öffis:
Regionalbus 121 verkehrt von Montag bis Samstag stündlich zwischen Salzburg und Neumarkt am Wallersee via Mattsee. Von der Bushaltestelle „Mattsee Oberberg“ ist der Ausgangspunkt in etwa 20 Minuten zu Fuß erreichbar.
An Sonn- und Feiertagen verkehrt Linie 121 leider nicht, dann ist der Buchberg aber auch im Rahmen einer etwas größeren Wanderung von Mattsee aus erreichbar. Diese abwechslungsreiche Wanderung habe ich im Vorfrühling schon einmal gemacht und wird bei Zeiten hier vorgestellt.
Genaue Fahrpläne und Verbindungen finden sich auf der Webseite des SVV.
Weitere Impressionen vom herbstlichen Buchberg:







Bitte beachte:
Alle Angaben und Beschreibungen in diesem Artikel spiegeln meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen wider und erfolgen daher ohne Gewähr auf Richtigkeit bzw. Aktualität. Gelände und Natur sind ständigen Veränderungen unterworfen. Wege könnten aus diesem Grund nicht mehr passierbar, gesperrt oder anderweitig verändert sein. Auch das Wetter kann großen Einfluss auf den Charakter eines Weges haben. Eine sorgfältige Tourenplanung ist für das Wandern in der Natur – speziell im Gebirge – deshalb unerlässlich.
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